Wirtschaft & Politik01.09.2022

Fleisch und Milch auf Talfahrt: Österreicher:innen haben immer weniger Appetit auf Tierprodukte

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist der Fleischkonsum auf unter 60 kg pro Kopf gefallen. Der Verzehr an Fleisch, aber auch an Milch und Milchprodukten, geht in Österreich weiterhin bergab. Das unterstreichen die aktuellen Versorgungsbilanzen der Statistik Austria.

Starke Konsumreduktion bei Fleisch und Milch

Hierzulande wurden 2021 58,9 kg Fleisch gegessen, während es 2020 60,5 kg waren. Das entspricht einem Rückgang von 2,6 Prozent. Noch steiler bergab geht es bei Milch und Milchprodukten, deren Konsum um 6,1 Prozent beziehungsweise 3,4 Prozent eingebrochen ist.

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Sinkender Fleischkonsum als langfristiger Ernährungswandel

Österreicher:innen konsumieren Jahr für Jahr weniger Fleisch. Das verdeutlicht sich stark in den letzten zehn Jahren. Zwischen 2012 und 2021 ist der Fleischkonsum um 9,7 Prozent gesunken. Das Zahlenmaterial deutet damit auf einen langfristigen Ernährungswandel in Österreich hin. Tierprodukte, vor allem Fleisch, Milch und Milchprodukte, finden sich wesentlich seltener auf den Tellern.

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Nachhaltigkeit als wichtiges Ernährungsmotiv

In Österreich steigt das Interesse an nachhaltiger Ernährung. Zehn Prozent ernähren sich vegetarisch oder vegan. Etwa die Hälfte der Bevölkerung gilt als Flexitarier:innen und will somit ihren Fleischkonsum bewusst reduzieren und legt zumindest hin und wieder fleischfreie Tage ein.

Die Motive sind zahlreich – Tier-, Umwelt- und Klimaschutz zählen zu den wichtigsten. Nachhaltige Ernährung bedeutet vor allem eine pflanzenreiche Kost zu wählen. Fleisch und Milch sind dabei besonders emissions-, flächen- und wasserintensiv. Kein Wunder, dass gerade bei diesen Lebensmitteln am stärksten eingespart und zunehmend zu pflanzlichen Alternativen gegriffen wird.

Tipp: Wer auch probieren möchte, weniger Fleisch und Milch zu konsumieren, kann unseren „Veganen Monat“ ausprobieren!

Quelle: Statistik Austria. 2022. Versorgungsbilanzen für tierische Produkte. Wien: Statistik Austria.

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